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Mogelpackung Quartierskantine – gegen die Rückkehr der DDR Großküchen

Die Fraktion Die Linke forderte in der Rostocker Bürgerschaft die Einführung von städtisch belieferten Quartierskantinen in den Stadtteilen. Dazu äußerte sich Andreas Szabó, Mitglied der Rostocker Bürgerschaft sowie im Kreisvorstand der FDP Rostock, wie folgt:

„Bei dem Süppchen, das die Linke mit den Quartierskantinen kochen will, geht es weniger um die Sorgen der Bürger vor Ort als um staatliche Einflussnahme. Die Linken in der Bürgerschaft fordern die Einführung von Quartierskantinen, die pro Stadtteil eingerichtet und von der städtischen Mittagsmatrosen GmbH beliefert werden sollen“, erklärt Szabó.

Dabei stellt sich zuallererst eine fundamentale Frage: Wo ist eigentlich belegt, dass überhaupt eine Versorgungslücke besteht? Gerade in Stadtteilen wie Groß Klein existiert bereits eine solide Struktur aus Imbissen, Mittagstischen sozialer Träger und Gastronomie rund um den IGA-Park. Zudem kommt aus dem Stadtteil selbst der berechtigte Einwand, dass ein tatsächlicher Bedarf ohne vorherige Befragung der Menschen vor Ort gar nicht seriös ermittelt werden kann.

„Dass in einigen Stadtgebieten Gastronomiebetriebe zu kämpfen haben, liegt auch an den hohen bürokratischen Hürden, steigenden Abgaben und strengen Auflagen. Die machen das Angebot für Betreiber und Kunden teuer. Bevor die Stadt nun selbst zum Gastronomieanbieter aufsteigt, sollte sie genau hier ansetzen: bei spürbaren Entlastungen, schlankeren Genehmigungen und attraktiven Rahmenbedingungen für private Anbieter“, so Szabó weiter.

„Wenn der Staat gleichzeitig noch – staatlich gefördert und vom Steuerzahler finanziert – in jedem Stadtteil einen eigenen Monopol-Konkurrenten schafft, sorgt das am Ende nicht für mehr, sondern für weniger Vielfalt in der Gastronomie. Im schlimmsten Fall bleibt dann nur noch ein einziger Anbieter übrig: der Staat selbst. Und dann bestimmt die Politik, was auf den Tisch kommt. Diese Rückkehr zu DDR-Großküchenverhältnissen lehnen wir entschieden ab.

Wer sich als Lokalpolitiker ehrlich dafür einsetzen will, dass Gastronomie auch außerhalb der Innenstadt eine Chance hat, muss dafür sorgen, dass diese Stadtteile für private Ansiedlungen insgesamt attraktiver werden. Das gelingt durch das Senken kommunaler Abgaben, unbürokratische Gewerbeanmeldungen, unkomplizierte Sondernutzungsgenehmigungen sowie eine vorausschauende Stadtentwicklung mit guter Erreichbarkeit für alle Verkehrsmittel und der Schaffung lebendiger Orte, an denen sich die Menschen gerne aufhalten.“ führt Szabó aus.

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